Kultur

 

Fast zwei Drittel der deutschen Maschinenbauunternehmen erwarten, dass ihre Umsätze durch US-Zölle belastet werden, wobei fast die Hälfte Verluste von mehr als 10 % prognostiziert, so

eine neue Umfrage des Branchenverbands VDMA.

In der Befragung von rund 400 Mitgliedsunternehmen berichteten 47 % von einem Rückgang der US-Bestellungen seit April, was den wachsenden Druck auf eine der exportstärksten Branchen Deutschlands verdeutlicht.

„Es geht nicht nur um die Höhe der Zölle, sondern auch um die damit verbundenen bürokratischen Hürden“, sagte VDMA-Präsident Bertram Kawlath auf der jährlichen Pressekonferenz des Verbands am Dienstag. Nur etwa ein Viertel der befragten Unternehmen glaubt, die US-Anforderungen vollständig erfüllen zu können, fügte er hinzu, und forderte deutsche und EU-Politiker auf, sich gegen Maßnahmen auszusprechen, die er als kontraproduktiv bezeichnete.

Zölle sind jedoch nur ein Teil der Belastungen für die Branche. Der Verband wies auf nationale Regulierungsauflagen, fehlende strukturelle Reformen, geopolitische Spannungen, steigende globale Handelshemmnisse, Unsicherheiten bei Kunden und zunehmende Konkurrenz aus China als zentrale Hindernisse für eine Erholung hin.

Kawlath betonte, dass bessere Rahmenbedingungen in Deutschland und Europa der effektivste Weg seien, um die Branche gegenüber internationalen Wettbewerbern zu stärken.

Trotz der Herausforderungen bestätigte der VDMA seine Prognose für einen Rückgang der realen Produktion um 5 % in diesem Jahr. Neue Daten deuteten jedoch darauf hin, dass der Rückgang etwas geringer ausfallen könnte, während für 2026 ein moderates Wachstum von 1 % erwartet wird. Foto- vicwag, Wikimedia commons.