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FWF doc.funds-Förderung bringt 65 neue Doktoratsstellen – MedUni-Wien-Forscherin Alice Assinger leitet eines der sieben neuen Programme

Die Medizinische Universität Wien kann in der aktuellen Ausschreibungsrunde des Wissenschaftsfonds FWF erneut einen großen Erfolg verbuchen. Im Rahmen der Förderlinie *doc.funds* werden österreichweit sieben neue strukturierte Doktoratsprogramme eingerichtet und insgesamt 65 neue Stellen für Nachwuchsforscher:innen finanziert. Eines dieser Programme ist an der MedUni Wien angesiedelt: das Doktoratsprogramm „Untersuchung des Netzwerks vaskulärer Entzündung und Thrombose (NET-IT)“, das unter der wissenschaftlichen Leitung von Alice Assinger steht.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen zählen nach wie vor zu den häufigsten Todesursachen weltweit. Eine Schlüsselrolle spielt dabei die sogenannte Immunothrombose – das komplexe Zusammenspiel von Gerinnungssystem und Immunabwehr. Genau hier setzt das neue Doktoratsprogramm NET-IT an: Zehn Forschungsgruppen der MedUni Wien widmen sich der systematischen Erforschung dieser Prozesse, von den molekularen Mechanismen bis hin zu klinischen Fragestellungen. Ziel ist es, neue Erkenntnisse für Prävention und Therapie zu gewinnen und gleichzeitig eine hochwertige, strukturierte Ausbildung für junge Wissenschafter:innen in einem medizinisch hochrelevanten Bereich zu schaffen.

Alice Assinger: Internationale Expertise in Gefäßentzündung und Thrombose

Geleitet wird das Programm von Alice Assinger, Professorin für kardiovaskuläre Medizin an der MedUni Wien. Die renommierte Wissenschafterin forscht seit Jahren zu Entzündungsmechanismen in Gefäßen sowie zur Biologie der Blutplättchen. Ihre Arbeiten haben wesentlich dazu beigetragen, das Zusammenspiel von Immunzellen, Entzündung und Blutgerinnung besser zu verstehen. Mit der Koordination des neuen Programms stärkt sie die internationale Sichtbarkeit und wissenschaftliche Position der MedUni Wien im Bereich der kardiovaskulären Forschung.

Sieben neue Programme in Wien und Graz

Die neu bewilligten FWF-doc.funds-Programme sind an mehreren renommierten Einrichtungen angesiedelt, darunter die MedUni Wien, die MedUni Graz, die Technische Universität Graz, die Universität Graz sowie die Wirtschaftsuniversität Wien. Thematisch reicht das Spektrum von Biomedizin und Biotechnologie über Ökonomie bis hin zur Elementarteilchenphysik. Gemeinsam ist allen Programmen der Fokus auf internationale Vernetzung, exzellente Betreuung und die gezielte Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Foto-Thomas Ledl, Wikimedia commons.