
Die Schweiz ist rasch und erfolgreich wieder in das EU-Forschungs- und Innovationsprogramm Horizon Europe integriert worden. Das teilte das Staatssekretariat für
Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) mit.
Die bisherige Bilanz falle positiv aus, sagte eine Sprecherin des SBFI gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Schweizer Forschende hätten nicht nur wieder Zugang zu europäischen Fördermitteln, sondern könnten erneut auch europäische Forschungsprojekte koordinieren. Auch swissuniversities, der Dachverband der Schweizer Hochschulen, sieht die Rückkehr als Stärkung der Position der Schweiz im europäischen Forschungsraum.
Bis 2021 war die Schweiz vollständig an die früheren EU-Forschungsprogramme assoziiert. Nach dem Scheitern der Verhandlungen über ein institutionelles Rahmenabkommen mit der Europäischen Union wurde sie jedoch ausgeschlossen. Neue bilaterale Abkommen ermöglichten nun die erneute Assoziierung an Horizon Europe – rückwirkend per 1. Januar 2025.
Für die Teilnahme am Programm wird die Schweiz laut SBFI rund 600 Millionen Franken beitragen.
Erste Zahlen deuten auf eine starke Beteiligung hin: Schweizer Forschende konnten in diesem Jahr bereits in rund 80 Fällen Fördermittel einwerben. Insgesamt wurden etwa 160 Millionen Euro (149 Millionen Franken) zugesprochen, wie eine Vertreterin des Europäischen Forschungsrats (ERC) mitteilte. Die meisten Förderverträge für die ausgewählten Projekte seien jedoch noch nicht unterzeichnet.
Die Rückkehr zu Horizon Europe gilt als wichtiger Schritt, um die volle Beteiligung der Schweiz an der europäischen Forschungszusammenarbeit nach mehreren Jahren der Unsicherheit wiederherzustellen. Foto- Ank Kumar, Wikimedia commons.
