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Die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) haben am Donnerstag in Zürich die neueste Generation ihrer Nachtzüge vorgestellt. Damit nimmt eine neue direkte Nachtverbindung zwischen Zürich

und Hamburg ab sofort den Betrieb auf.

Der erste Zug der neuen Flotte trägt den Namen „City of Zurich“ und verkehrt mit sofortiger Wirkung auf der Strecke nach Hamburg. Ab 2026 sollen die neuen Nightjet-Modelle schrittweise auch auf den Verbindungen nach Amsterdam und Wien eingesetzt werden.

Laut SBB handelt es sich um den modernsten Nachtzug Europas. Neben klassischen Schlaf- und Liegewagen verfügt der neue Nightjet erstmals auch über sogenannte „Mini-Kabinen“, die speziell für Alleinreisende konzipiert sind.

Mit den neuen Zügen wolle man klimafreundliches Reisen über Nacht attraktiver machen, teilte die SBB mit. Ziel sei es, den internationalen Personenverkehr weiter zu stärken und nachhaltige Mobilität zu fördern.

Politische Diskussion um den Ausbau

Trotz wachsender Nachfrage bleiben Nachtzüge politisch umstritten. Der Ständerat hat sich zuletzt gegen eine Subventionierung der geplanten Nachtzugverbindung zwischen Zürich und Malmö ausgesprochen. Nun liegt der Entscheid beim Nationalrat. Sollte das Projekt bewilligt werden, könnten ab Frühjahr 2026 Züge nach Südschweden verkehren – unterstützt durch Bundesmittel in Höhe von 10 Millionen Franken.

In den 2010er-Jahren war das Angebot an Nachtzügen in der Schweiz stark zurückgegangen. Hauptgründe waren die sinkende Nachfrage sowie die Konkurrenz durch Billigfluggesellschaften und Fernbusse.

Mit der verstärkten Debatte über den Klimawandel hat auch die Diskussion über Nachtzüge neuen Auftrieb erhalten. Zwar hatte das Parlament Investitionen von jährlich 30 Millionen Franken in Aussicht gestellt, doch geplante Verbindungen nach Barcelona und Rom wurden letztlich wieder gestrichen. Foto- NAC, Wikimedia commons.