
Die Schweizer Autorin Dorothee Elmiger ist mit dem 18. Schweizer Buchpreis für ihren Roman Die Holländerinnen ausgezeichnet worden und setzt damit einen weiteren Höhepunkt in einem
aussergewöhnlich erfolgreichen Jahr.
Elmiger, 1985 in Wetzikon im Zürcher Oberland geboren, hatte bereits am 13. Oktober, ihrem 40. Geburtstag, den Deutschen Buchpreis erhalten, gefolgt vom Bayerischen Buchpreis Ende desselben Monats. Sie ist die erste Autorin überhaupt, die dieses Triple erringt.
Die Jury des Schweizer Buchpreises würdigte Die Holländerinnen als einen «sinnlichen und bewegenden Text, der uns in einen Leserausch versetzt». Elmiger gelinge es in ihrem «konsequent komponierten Roman», unterschiedliche Formen von Gewalt zu thematisieren und eine körperlich spürbare Desorientierung zu erzeugen – ein Gefühl, das «unsere Gegenwart treffend beschreibt».
Die Preisverleihung fand im Rahmen des Internationalen Literaturfestivals BuchBasel statt. Neben Elmiger waren Nelio Biedermann (Lázár), Meral Kureyshi (Im Meer waren wir nie), Jonas Lüscher (Verzauberte Vorbestimmung) und Melara Mvogdobo (Grossmütter) nominiert.
Elmiger erhält ein Preisgeld von 30'000 Franken, die weiteren Nominierten je 3'000 Franken. Für den Schweizer Buchpreis 2025 wurden insgesamt 94 Titel von 50 Verlagen eingereicht. Der Preis wird seit 2008 vom Verein LiteraturBasel und dem Schweizer Buchhändler- und Verleger-Verband vergeben. Foto-Amrei-Marie, Wikimedia commons.
